Sozialkunde

Sozialkunde – auf dem Weg zum mündigen Bürger

Wie schwer ist es, sich eine Meinung über politische, gesellschaftliche, soziale und ökonomische Zusammenhänge in unserer Gesellschaft und in der Welt zu machen? Sehr schwer!!!

Am Anfang steht oft die Bauchentscheidung – mehr Gefühl als bewusste Entscheidung. Belastbare Argumente für ein fundiertes Urteil – meist Fehlanzeige. Wie schafft man es, Parolen und Stammtisch-geschwätz zu erkennen?

Der Sozialkundeunterricht stellt sich die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler fit zu machen, Situationen, Prozesse, Entscheidungen in unserer Gesellschaft ernsthaft, überzeugend und nachvollziehbar bewerten zu können. Dazu ist es notwendig,

  • Grundwissen zu vermitteln
  • Verständnis für Politik zu wecken, politische Prozesse u.a. zu analysieren und zu verstehen
  • sich selbstständig ein Urteil zu bilden und
  • sich selbst in der und für die Gesellschaft zu engagieren

An konkreten Fallbeispielen, Konflikten und in Plan- und Rollenspielen werden komplexe Themen des gesellschaftlichen Alltags und der globalen Herausforderungen verständlich, nachvollziehbar und erfahrbar gemacht.

Die Wertschätzung von Vielfalt bedeutet, ohne Angst verschieden sein zu können.
(T. Adorno)

Die Vielfalt der Themen entspringt dem realen Leben in unserem Land und auf unserem Globus:

Ob demokratische Grundrechte, Taschengeld, Klimawandel, Migration, Wahlen, politische Parteien, Konjunktur, Digitalisierung, Krieg und Frieden, soziale Netzwerke, Arbeit 4.0 und Ausbildung, Straßenbau, Kitaplätze, die Rolle der Frau und des Mannes, Gleichberechtigung, Mindestlohn, Inflation und vieles mehr bilden die Grundlage für die aktive Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen des Politischen:

Wer agiert mit welchen Interessen und in welchen Machtverhältnissen? Wie kann man seine Interessen einbringen und durchsetzen? Hilft dabei mehr Bürgerbeteiligung, z.B. nach Schweizer Vorbild? Welche Lösungen sind für bestimmte Konflikte denkbar? Können sie von allen Konfliktparteien akzeptiert werden? usw.

Dabei ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit den Themen erfahren, dass es kein richtig bzw. falsch gibt. Jede Meinung ist gleichwertig, auch wenn nicht jeder sie teilt. Die Grenzen dieser Meinungsfreiheit bestimmt die demokratische Verfassung.

Rollenspiele ermöglichen es den Jugendlichen, sich in andere Personen hineinzuversetzen, ihre Denkweise

und Handlungsentscheidungen nachzuvollziehen und die eigene Perspektive zu verlassen.