Kunst

Kunst

 1. Struktur der Kunsterziehung am Geschwister-Scholl-Gymnasium

Kernbereich der kulturell- ästhetischen Bildung und Erziehung ist der Fachunterricht. Grundsätzlich baut der Unterricht auf ein Konzept des subjektorientierten Vermittlungsprozesses. Darunter ist zu verstehen, dass Arbeitsthemen mit relevant altersspezifischer Ausrichtung gesetzt werden. Dabei nimmt der Grad der Selbständigkeit im Prozess von Ideenentwicklung und formal- gestalterischer Entscheidungen zu, der Lehrer begleitet aktiv den Prozessverlauf.

Für den Unterricht stehen zwei ausgestattete Fachräume mit multimedialer Technik, ein Fachunterrichtsraum für plastisches Gestalten sowie großzügige Bereiche für Vorbereitung und Sammlung zur Verfügung. Eine Vertiefung und Erweiterung des Fachunterrichts in der Schule erfolgen über Studien und Projektarbeit; dazu gehören Pleinairs, komplexe Gestaltungsaufgaben sowie Besuche regionaler und überregionaler Ausstellungen.

Eine Besonderheit stellt der Erweiterte Kunstunterricht in der Kunstklasse dar. Mit Beginn der 5.Klasse können Schüler/innen in einer Klasse des Jahrgangs unabhängig vom Stundenpool pro Woche zweistündig unterrichtet werden und somit eine Begabtenförderung erfahren. Genauere Informationen erhalten Sie am Tag der offenene Tür und am ersten Elternabend der neuen 5.Klassen.

Die Freie Kunstwerkstatt als spezielle Form von Arbeitsgemeinschaft bietet einerseits allen Interessierten Möglichkeiten der Förderung, ist darüber hinaus auch ein Forum für Schüler/innen, temporär mit Betreuung an Unterrichtsthemen zu arbeiten und sich auszutauschen.

Ein weiteres und bündelndes Element im Bildungs- und Erziehungsprozess stellt der künstlerische Schülerwettbewerb „Scholl-Art“ dar. Die jährliche Leistungsschau lässt den Prozess öffentlich werden, Befähigungen zur spezifischen Aneignung von Wirklichkeit sichtbar werden. Schüler/innen nehmen weiterhin an außerschulischen künstlerischen Wettbewerben teil.

2. Ergebnisse und Erfahrungen im Vermittlungsprozess

Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass seit 1993 künstlerisch-ästhetische Bildung und Erziehung kontinuierlich als ein Schwerpunktbereich am Geschwister-Scholl-Gymnasium wirksam ist. Dabei haben vielfältige Unterrichtsformen, die Gestaltung der Schulumwelt sowie die jährliche Wettbewerbsausstellung eine Identifikation und Traditionsfindung der Schüler ermöglicht.

Mehrfach nahmen Schüler/innen erfolgreich als Preisträger an künstlerischen Wettbewerben in Sachsen- Anhalt teil.

Im Prozess der Erschließung neuer Unterrichtspotenziale wurde in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit den Kultureinrichtungen in der Stadt Magdeburg weiter entwickelt. Die Nutzung der Ausstellungen im Kunstmuseum „Kloster Unser Lieben Frauen“ mit daran angeschlossenen Projekten gehört ebenso beispielhaft dazu, wie auch die Beteiligung an Jugendprojekten im Theater Magdeburg sowie im Puppentheater.
Die Durchführung des wahlobligatorischen Kurses „Architektur“ in den Klassenstufen 9 und 10 baut auf eine kontinuierliche Kooperation mit der Architektenkammer Sachsen-Anhalt und dem Baudezernat der Landeshauptstadt Magdeburg.